Warum ich BauAgent.ai gebaut habe
Es hat mit unserer WhatsApp-Gruppe angefangen
Ich bin Michael Hilgers, Teil der Geschäftsführung bei LIGNA Systems – einem führenden Anbieter von Holztragwerken für den Hallenbau in Belgien. Wir planen, produzieren und montieren Holztragwerke mit Spannweiten bis zu 70 Metern, europaweit. Bevor ich erkläre was BauAgent.ai ist, muss ich erzählen warum es existiert. Denn die Idee kam nicht aus einem Startup-Workshop oder einem Businessplan. Sie kam aus dem täglichen Frust auf unseren eigenen Baustellen.
Wie in den meisten Betrieben haben wir eine WhatsApp-Baustellengruppe. Jeder Monteur, jeder Bauleiter schickt seine Bilder rein. Fortschritt, Probleme, Anlieferungen, Mängel – alles in einen Chat. Klingt erstmal praktisch. Ist es auch. Für ungefähr drei Stunden.
Das Problem ist nicht die Menge der Bilder – das Problem ist, dass du nichts wiederfindest. Wenn du eine bestimmte Info suchst, scrollst du durch endlose Nachrichten und hast keine Ahnung ob das Foto von Dienstag oder Mittwoch ist, ob die Stütze HT1 oder HT2 war, ob das vor oder nach der Nachbesserung aufgenommen wurde.
Und die Bilder später nochmal sauber ins Dokumentensystem ablegen? Dafür hat keiner Lust. Also wird es nicht gemacht. Nach zwei Wochen hast du eine Baustellengruppe voller Fotos, aber keine brauchbare Dokumentation.
Das Problem mit den Tagesberichten
Dazu kommen die Tagesberichte. Bei uns macht jeder Bauleiter und Projektleiter seine Berichte. Aber jeder auf seine Art. Der eine schreibt ausführlich in Word, der andere tippt drei Stichpunkte in eine Excel-Tabelle, und der dritte macht gar nichts – weil er nach zehn Stunden Baustelle abends einfach keine Lust mehr hat, sich nochmal hinzusetzen.
Kann ich ihm verdenken? Nein. Mache ich es manchmal selbst anders? Auch nein.
Das Ergebnis: Unsere Dokumentation ist lückenhaft. Nicht weil die Leute schlecht arbeiten, sondern weil das System schlecht ist. Es verlangt von Menschen, die den ganzen Tag körperlich arbeiten, dass sie abends noch Bürokratie machen. Das funktioniert nicht. Nicht bei uns, und bei den meisten anderen Betrieben auch nicht.
Mängel und Behinderungen – wenn keiner dokumentiert, zahlt man drauf
Bei der Montage passiert ständig etwas, das dokumentiert werden müsste. Bauteile kommen beschädigt auf der Baustelle an – beim Abladen fällt auf, dass eine Stütze einen Transportschaden hat. Oder wir kommen auf die Baustelle und können nicht anfangen, weil die Massivbauer noch im Weg sind. Fundamente sind falsch ausgeführt, Achsen stimmen nicht, Ankerschienen fehlen. Eigentlich müsste man sofort eine Behinderungsanzeige stellen.
Aber der Monteur steht auf der Baustelle und hat anderes zu tun als Formulare auszufüllen. Also wird kurz telefoniert, vielleicht ein Foto in die WhatsApp-Gruppe geschickt, und weiter geht’s. Drei Wochen später bei der Abrechnung gibt es Diskussionen: Wer ist schuld am Verzug? Wer zahlt die Standzeit? Wir haben keinen Nachweis – weil die Behinderung nie sauber dokumentiert wurde.
Das gleiche bei Mängeln. Der Transportschaden wurde zwar bemerkt, aber nicht festgehalten. Kein Foto mit Datum, keine schriftliche Meldung. Wenn es dann um die Frage geht wer den Schaden trägt, stehen wir ohne Beweis da. Das sind tausende Euro im Jahr die verloren gehen – nicht weil die Information nicht da war, sondern weil sie nirgendwo festgehalten wurde.
Die Information ist längst da
Ich bin nicht nur Teil der Geschäftsführung – ich bin auch Softwareentwickler. Bei LIGNA Systems habe ich schon einiges automatisiert: einen Hallenkonfigurator, verschiedene Schnittstellen, unser internes Portal, usw. Ich weiß also aus Erfahrung, dass man Prozesse auf der Baustelle nur digitalisiert bekommt, wenn die Hürde für die Leute bei Null liegt.
Irgendwann ist mir aufgefallen: Unsere Leute kommunizieren den ganzen Tag über WhatsApp. Sie schicken Fotos, Sprachnachrichten, kurze Texte. “Stütze HT3 steht”, “Lieferung ist da”, “Der Bauherr will die Öffnung 20cm weiter rechts”. Die Informationen existieren. Sie fließen nur ins Nichts – in einen Chat den nach zwei Tagen keiner mehr liest.
Was wenn jemand diese Nachrichten mitlesen würde? Nicht ein Mensch der extra dafür abgestellt wird, sondern eine KI die automatisch erkennt: Das ist ein Fortschritt, das ist ein Mangel, das ist ein Nachtrag. Und die daraus am Ende des Tages einen sauberen Bericht macht.
So entstand Felix
Aus dieser Idee ist Felix entstanden – der KI-Assistent in BauAgent.ai. Das Prinzip ist simpel: Die Monteure schreiben und fotografieren wie immer in WhatsApp. Felix liest mit, sortiert, ordnet zu und dokumentiert. Am Ende des Tages gibt es einen fertigen Tagesbericht – ohne dass jemand extra dafür etwas tun musste.
Keine neue App die keiner installiert. Keine Schulung die drei Stunden dauert. Kein Login den jeder vergisst. Einfach WhatsApp – das jeder kennt und jeden Tag nutzt.
Felix sortiert Fotos nach Bauteilen, erkennt ob etwas ein Mangel oder ein Fortschritt ist, erinnert an offene Nachträge und erstellt Berichte die man tatsächlich verwenden kann. Für die Abrechnung, für den Bauherrn, für den eigenen Überblick.
Warum WhatsApp und nicht eine eigene App?
Ich habe in den letzten Jahren viele Bau-Apps gesehen. Manche davon sind technisch gut gemacht. Aber die Monteure nutzen sie nicht. Weil sie zu kompliziert sind, weil man sich ständig einloggen muss, weil die Oberfläche nicht für Leute gemacht ist die mit Handschuhen auf dem Gerüst stehen.
WhatsApp ist auf jedem Handy. Jeder kann es bedienen – vom 18-jährigen Azubi bis zum 60-jährigen Vorarbeiter. Die Hürde muss bei Null liegen, sonst macht es keiner. Und bei WhatsApp liegt sie bei Null.
Felix ist auch kein Ersatz für bestehende Bausoftware. Wer eine Projektmanagement-Lösung hat, soll sie behalten. Felix schließt die Lücke zwischen Baustelle und Büro. Er holt die Informationen dort ab wo sie entstehen – auf dem Handy des Monteurs – und bringt sie dahin wo sie gebraucht werden: in eine strukturierte Dokumentation.
BauAgent.ai ist live
Wir haben BauAgent.ai zuerst für uns selbst gebaut. Aber im Austausch mit anderen Betrieben – Zimmereien, Stahlbauer, Dachdecker – habe ich schnell gemerkt: Jeder hat exakt die gleichen Probleme. Die gleichen WhatsApp-Gruppen, die gleichen fehlenden Berichte, die gleichen verlorenen Nachträge.
Deshalb ist BauAgent.ai jetzt ein eigenständiges Produkt. Die ersten 90 Tage gehen auf uns – alle Funktionen freigeschaltet. Was wir uns wünschen ist ehrliches Feedback: Was funktioniert, was nervt, was fehlt.
Wenn du einen Baubetrieb führst und dich in diesem Artikel wiedererkennst – melde dich an auf bauagent.ai. Oder schreib mir direkt. Ich freue mich auf den Austausch.
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